05112016 hameln bericht hnaPlesse-Hardenberg ringt Hameln im Endspurt nieder
Die Halle steht Kopf
Bovenden. Gut neun Minuten sind noch zu spielen: Die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg liegen in Bovenden gegen den VfL Hameln mit 17:20 zurück. Alles scheint auf die erste Heimniederlage hinauszulaufen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Sebastian Herrig verkürzt auf 18:20 (52:10 Minuten), HSG-Torhüter Christian Wedemeyer wehrt einen Glatz-Siebenmeter ab. Patrick Schindler schafft den Anschluss und Brill den Ausgleich (57:54). Nur 72 Sekunden später versenkt Jens Glapka den einzigen Strafwurf, den das Burgenteam in 60 Minuten zugesprochen bekommt, zur 21:20-Führung.

Noch 54 Sekunden sind zu spielen. Oliver Glatz besorgt 26 Sekunden später das 21:21. Doch die Hausherren sind nun mit dem einen Punkt aus der hart umkämpften Partie nicht mehr zufrieden: Beim letzten Angriff fliegt Patrick Schindler in den Kreis und gibt - 19 Sekunden vor der Schluss-Sirene - VfL-Torhüter Tim Heisterhagen das Nachsehen: 22:21 - die mit deutlich mehr als 300 Zuschauern gefüllte Halle steht Kopf!

„Das war ein Sieg der tollen Moral meiner Mannschaft“, sagt Dietmar Böning-Grebe. Der Coach hatte jedoch auch seinen Anteil am Erfolg, als er für die Schlussphase in der Abwehr von 6:0 auf 5:1 umstellte. Maik Meyer störte nun erfolgreich den Hamelner Spielaufbau. Und in der Innenverteidigung kümmerte sich Hauke Lapschies erfolgreich um den kantigen VfL-Kreisläufer Heiko Heemann.

Die VfL-Abwehr ihrerseits zwang die HSG immer wieder zum Ritt auf der Rasierklinge: Wollte sie Ballverluste durch Zeitspiel-Pfiffe vermeiden, war sie immer wieder zu unzureichend vorbereiteten Aktionen gezwungen. Die Folge: elf Fehlwürfe, acht Fehlpässe und drei Holztreffer!

HSG: Ahlborn (bis 44.), Wedemeyer - Brand 4, Grobe 4, P. Schindler 4, Glapka 2/1, Herrig 2, Reimann 2, S. Schindler 2, Brill 1, Jetzke 1, Lapschies, Meyer, Regenthal. (eko)

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Doppelte Attacke: Der Hamelner Patrick Künzler hält mit der rechten Hand Sebastian Herrig fest, mit der linken trifft er Malte Jetzke . Das Burgenteam setzte sich dennoch hauchdünn durch. Foto: zhp