24.06.2019 Minispielfest und Jugendturnier GTMinispielfest und Jugendturnier der HSG Plesse-Hardenberg

„Handball macht Spaß“, schwärmten die Kinder mit leuchtenden Augen, und die erwachsenen Zuschauer stimmten zu. Langeweile hatte keine Chance. Auf vier Spielfeldern herrschte zwei Tage lang ein buntes Treiben. Mehr als 500 Handballtalente zwischen fünf und zwölf Jahren von den Minis über die E- bis zur C-Jugend tummelten sich auf dem von altem Baumbestand gesäumten, idyllisch gelegenen Sportplatz Rauschenwasser in Eddigehausen. Die Nachwuchsförderung sei ein wichtiges Anliegen für Vereine, um jungen Menschen den Handball näher zu bringen, unterstricht Robert Heidhues, der Vorsitzende der HSG Plesse-Hardenberg zum Auftakt des Open-Air-Turniers.

Bereits das Minispielfest war einmal mehr ein voller Erfolg für alle Beteiligten. „Wir freuen uns immer wieder unsere Kleinsten ganz groß zu sehen“, betonte Jugendkoordinator Dieter Böning-Grebe, der voller Stolz und die ersten Geh- und Wurfversuche der Minis ins Visier nahm – gleich sieben aus dem eigenen Verein. Bei den Jüngsten gab es nur Sieger. Schließlich ging es um die Freude am Handballsport, nicht um Punkte und Platzierungen. Sogar die Schiedsrichter drückten oftmals beide Augen zu. Die Regeln lernen die Kids schließlich gerade erst. 169 Kinder aus 26 Mannschaften unter anderem aus Geismar, Hattorf, Landolfshausen, Northeim, Rosdorf bis nach Weende erzielten 524 Tore.

Der Gag: Der Veranstalter ließ die Teams unter dem Namen der zur Zeit in Frankreich stattfindenden Frauen-Fußball-WM auflaufen. Deutschland gegen Spanien, Südkorea oder Österreich lauteten beispielsweise die „internationalen“ Paarungen im sonst eher beschaulichen Eddigehausen. Belohnt wurden die Teams nach „heißen Duellen“ unter anderem mit einem freien Eintritt ins Freibad Reyershausen. Und auch die hungrigen Mäuler wurden gestopft. Mehr als 1000 Bratwürste hatte der Veranstalter für die beiden Tage geordert.

Aus der Taufe gehoben hatte das Minispielfest und Jugendturnier, das in seiner aktuellen Form an diesem ersten Sommerwochenende zum 25. Mal ausgetragen wurde, Gustav-Eckhard Rohmann. Der erste Vorsitzende des Fördervereins HSG Plesse, der selbst immer wieder Hand anlegt, ebenso wie – stellvertretend für die vielen Vereinsmitglieder – auch Lars Teuchert, der als „Mädchen für alles“ rund um die Turniertage nicht mehr wegzudenken ist. Ebenso das erneut gute Wetter: Nur einmal musste wegen Starkregens das Turnier nach 6.48 Minuten abgebrochen werden. „Das war 1996“, erinnert sich der Spielfest-„Erfinder“ Rohmann, der auch einen Rekord parat hatte, als mehr als 100 Mannschaften am Start waren: „Das liegt schon gut 15 Jahre zurück.“

Damals wie heute ließen sich die Sieger feiern. Das sonntägliche Nachwuchsturnier mit zwölf weiblichen und 19 männlichen Teams von der C bis E-Jugend entschied beim männlichen C-Jahrgang die HSG Plesse-Hardenberg vor Tuspo Weende, dem MTV Geismar und dem MTV Moringen. Das gastgebende Burgenteam ließ bei der weiblichen C-Jugend die beiden Mannschaften der JSG Münden hinter sich. Souverän behauptete sich Tuspo Weende bei der männlichen D-Jugend vor dem ASC Göttingen. Die HG Rosdorf-Grone II gewann den Wettbewerb der weiblichen D-Jugend. Tuspo Weende I ließ bei der männlichen E-Jugend die zweite Mannschaft des gleichen Vereins vor der HSG Rhumetal hinter sich. Der weibliche E-Nachwuchs der JSG Duderstadt-Landolfshausen setzte sich in Finale gegen die HG Rosdorf-Grone I durch.

24.06.2019 Minispielfest und Jugendturnier GT

Freier Himmel und unebener Untergrund: Für die Teams beim Minispielfest und Jugendturnier (hier HSG Plesse-Hardenberg gegen Tuspo Weende) eine willkommene Abwechselung. Quelle: Niklas Richter