Handballer aus der Region loben Hilfsaktion mit Vorbildcharakter

Die Spieler des Handball-Zweitligist TV Hüttenberg hilft während der Corona-Pandemie Menschen, die nicht selbst einkaufen gehen können. Diese Aktion hat bei Spielern der Region viel Anerkennung gefunden. Der Sport in Deutschland steht still. Die Corona-Pandemie hat die großen Ballsportarten mit voller Wucht getroffen. Nicht nur der Spielbetrieb ist lahmgelegt, auch auf das Training hat das Virus Auswirkungen. Wie gehen die Vereine mit dieser Ausnahmesituation um?

Der mittelhessische Handball-Zweitligist TV Hüttenberg hat bereits eine sinnvolle Alternative für die Zwangsauszeit gefunden. Weil der Spielbetrieb bis Ende April ausgesetzt wird, wollen die Spieler für Menschen in Quarantäne oder Risikogruppen das Einkaufen übernehmen. „Vielleicht sind es nur kleine Taten, doch wir sind uns sicher, dass die Hilfebedürftigen hiermit unterstützt werden", sagte Trainer Frederick Griesbach.

Al Najem hat kein Verständnis für Hamsterkäufe

Dazu hat sich auch Lara Al Najem, die Spielführerin des Frauen-Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg, zu Wort gemeldet: „Ich finde dies eine total gute und schöne Idee, wenn Spieler in dieser Ausnahmesituation, die wir noch nie erlebt haben, ihre soziale Ader wieder entdecken und ihre Hilfe anbieten, indem sie zum Beispiel für Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne Einkäufe übernehmen.“ Kein Verständnis zeigt Al Najem für Leute, die ihre Zeit damit verbringen, „wie bekloppt die Regale leer zu kaufen“.

Auch Niklas Seebode, Torwart und Kapitän des Verbandsligisten HG Rosdorf-Grone, begrüßt „diese eine tolle Aktion. Gerade Sportler gehören ja nicht zu der Risikogruppe und sind prädestiniert, den schwächeren der Gesellschaft zu helfen. Es ist ein super Zeichen und zeigt, was Teamsport bedeutet – einer unterstützt den anderen.“