Die HSG Plesse-Hardenberg ist am Samstag Gastgeber des Final-Four-Turniers
18032017 pokal vorschau hnaDer erste Titel der Saison soll her
Nörten / Bovenden. Erstmals haben die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg den Einzug in das Final- Four-Turnier des Pokalwettbewerbes des niedersächsischen Handball-Verbandes (HVN) geschafft. Mit dem Bonus Heimvorteil kämpft der Spitzenreiter der Oberliga in Bovenden am Samstag ab 14 Uhr zunächst gegen den VfL Stade um den Einzug in das Endspiel (19.30 Uhr). Der zweite Finalteilnehmer wird zwischen dem Hannoverschen SC und der HSG Hude/Falkenburg ausgespielt.

„Endlich sind wir mal nicht der Favorit. Das ist eigentlich ganz angenehm“, sieht Trainer Tim Becker der Abwechslung vom Ligaalltag entspannt entgegen. Denn die Gäste aus dem hohen Norden, in deren Reihen mit der 43-jährigen Melanie Schliecker eine ehemalige Nationalspielerin steht, dominieren die Oberliga Nordsee noch deutlicher als das Burgenteam die ihre. Erst Anfang März gab der VfL beim 28:29 in Schüttorf die ersten Zähler ab. Bis zum Titelgewinn fehlt nur noch ein Sieg.

Noch etwas weiter ist der Weg für die HSG. „Und die Meisterschaft besitzt für uns natürlich absolute Priorität“, bekennt der Coach. Die ganz große Nummer ist der Pokal angesichts des ausgedünnten Kaders derzeit nicht. „Das war bis vor wenigen Wochen noch anders. Jetzt wäre mir ein spielfreies Wochenende eigentlich lieber, damit die Spielerinnen das eine oder andere Wehwehchen auskurieren können.“

Um die Belastung so gering wie möglich zu halten, wird Anja Becker wieder zum Aufgebot gehören. Ebenfalls mit von der Partie ist Celina Kunze nach Beendigung ihres Neuseeland-Aufenthaltes. Dort hat sie zwar neun Monate keinen Handball angefasst, aber die Außenspielerin trainiert nun wieder regelmäßig mit dem Team und wird bei Bedarf auch in den letzten Punktspielen zur Verfügung stehen.

Trotz der eher suboptimalen Voraussetzungen schielen die Gastgeberinnen sehr wohl auf den Einzug in die erste Hauptrunde des DHB-Pokals. Dazu müsste man am Samstag mindestens Dritter werden. „Wenn wir gegen Stade eine Chance bekommen, wollen wir sie nutzen. Gelingt uns das nicht, werden wir versuchen, das zweite Spiel zu gewinnen“, erklärt Tim Becker. (zys)

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Nicht zu halten: Annika Hollender (am Ball) von der HSG Plesse-Hardenberg setzt sich in dieser Szene gleich gegen zwei Abwehrspielerinnen durch. Das soll auch im Pokal klappen. Archivfoto:  zje