Final Four vor heimischer Kulisse
Das erste Halbfinale: 1.Damen- Stade 20:21
Am Samstag starteten wir um 14 Uhr in unser erstes Pokalspiel des Final Fours gegen den VFL Stade. Stade führt zu diesem Zeitpunkt mit 40:2 Punkten die Oberliga Nordsee an und ist der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 3. Liga ganz nah. Gespickt mit ehemaligen 3. Liga Spielerinnen, wie z.B. Julia Lupke, die lange Zeit beim SV Werder Bremen spielte, trat die Stader Mannschaft selbstbewusst in das Final Four Halbfinale gegen uns. Sie erwischten den besseren Start und nutzten unsere Angriffsfehler aus. Mit einem 4:0 Lauf gingen sie durch einfache Tore überwiegend aus dem Gegenstoß und der zweiten Welle in Führung. Unser Angriffsproblem zog sich durch die gesamte erste Halbzeit. Oft machten wir uns das Leben durch unsere eigenen Unsicherheiten schwer, erspielten wir uns dennoch eine gute Torchance, scheiterten wir häufig an der gut aufgelegten Torfrau. Wir rappelten uns auf, unsere 6:0 Deckung stand sehr sicher, so dass es zur Halbzeit nur noch 8:9 für den VFL stand. Leider erwischten wir erneut den schlechteren Start, bekamen keinen Zugriff in der Deckung und ließen Stade mit 15:10 davon ziehen. Vorwiegend Mona Hoffmann bekamen wir in dieser Phase nicht in den Griff, blieben gegen die starke Rückraumspielerin zu passiv. Bis zur 40. Minute konnte Stade einen komfortablen 4-Tore-Vorsprung aufrechterhalten und es sah zunächst nach einem deutlichen Sieg aus. In den letzten 10 Minuten kämpften wir uns zurück, Abwehr und Angriff stabilisierten sich, jedoch reichte die Zeit für einen Sieg und den Einzug in das Finale nicht mehr aus. Wir unterlagen Stade trotz am Ende kämpferisch guter Leistung mit 21:20.

Das zweite Halbfinale konnte der Hannoversche SC gegen die HSG Hude Falkenburg mit 29:27 für sich entscheiden, so dass das Finale zwischen Sade und Hannover ausgetragen wurde. Unser Gegner im Spiel um Platz 3 stand somit fest.

Spiel um Platz 3: 1.Damen- Hude 24:17
Für das Spiel um den dritten Platz und somit den Einzug in die erste Runde des DHB-Pokals für die Saison 2017/2018 hatten wir uns vorgenommen, aus den Fehlern des Halbfinals zu lernen und eine griffigere Deckung zu stellen, um so einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle erzielen zu können. Dies konnten wir gegen die sichtbar müderen Mädels aus Hude, die ihr Halbfinale erst unmittelbar zuvor bestritten haben, in die Tat umsetzen. Erneut erwischten wir jedoch einen schwächeren Start und Hude ging mit 2:4 in Führung. Mit einem 4 Tore-Lauf überwiegend aus dem Gegenstoß und der zweiten Welle konnten wir den Spielstand in eine 6:4 Führung drehen. Zur Halbzeit führten wir komfortabel mit 11:7. Die Führung konnte uns zu keinem Zeitpunkt des Spiels mehr genommen werden und wir bauten sie aus zu einem 24:17 Endstand.

Das Finale war an Spannung nicht zu überbieten. Hannover drehte eine sichere Stader Führung in den letzten Minuten und konnte den Turniersieg durch ein 18:19 30 Sekunden vor Schluss einfahren. Ein Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, ohne die der gut organisierte Turniertag nicht möglich gewesen wäre.
Fenja und Lara