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HG Rosdorf-Grone gewinnt nach starkem Schlussspurt gegen Wolfsburg
Göttingen. Von allem etwas dabei: Die HG Rosdorf-Grone hat ihr Sonntagsspiel in der Frauenhandball-Oberliga gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Am Tag zuvor war die Ausbeute eher mager: Während Spitzenreiter HSG Plesse-Hardenberg einen Punkt in Rohrsen lassen musste, ging die HSG Göttingen vor den Toren Hamburgs leer aus.

BFN 31450171MTV Rohrsen – HSG Plesse-Hardenberg 20:20 (8:9). „Ich weiß gar nicht so genau, ob ich mich über dieses Unentschieden freuen oder ärgern soll“, sagte HSG-Trainer Tim Becker nach dem Schlusspfiff im Hamelner Stadtteil. Die gesamte Spielzeit über war es eine enge Partie, in der sich keine Mannschaft um mehr als zwei Tore absetzen konnte. 16:18 (54.) lag sein Team zurück, glich durch Marilena Henne und Maike Rombach zum 18:18 (56.) aus und führte wenig später sogar durch zwei Treffer von Sarah Strahlke mit 20:19 (59.). Die Gastgeberinnen glichen noch einmal aus, und dem Burgenteam blieben zwanzig Sekunden, um den letzten Angriff erfolgreich abzuschließen. „Da war keine Struktur mehr drin, keine Spielerin konnte in eine aussichtsreiche Position gebracht werden“, beschrieb Becker die Schlussphase.

„Insgesamt leistungsgerecht“ nannte er das Unentschieden, wobei er die Stärken seines Teams eindeutig in der Defensive sah. „Personell gehen wir inzwischen auf dem Zahnfleisch, nachdem sich Annika Hollender im Training noch einen Bänderriss zugezogen hat und für den Rest der Spielzeit ausfällt. Für uns geht es bis Saisonende jetzt nicht mehr darum, schön zu spielen. Es geht nur noch darum, die notwendigen Punkte für die Meisterschaft zu holen.“ – Tore HSG: Rombach (6/1), Henne (4/2), Herale (1), Marienfeld (3), Strahlke (4), Al Najem (2).


Wieder einmal treffsicher: Maike Rombach von der HSG Plesse-Hardenberg.foto: Pförtner

 


HSG Göttingen muss Gründe für die Niederlage bei sich selbst suchen.

SG BW Rosengarten-Buchholz II – HSG Göttingen 26:24 (13:13). „Für diese Niederlage brauchen wir die Gründe nicht bei anderen, sondern nur bei uns selbst suchen“, sprach HSG-Trainer Uwe Viebrans Klartext. Sein Team, das kurzfristig auch noch auf die erfahrene Rückraumspielerin Janina Schmieding verzichten musste, hat nicht einmal während der 60 Minuten geführt. „Wir waren im Kollektiv schlecht - auf allen Positionen“, kritisierte der Coach, der lediglich sieben Feldspielerinnen des Oberliga-Kaders zur Verfügung hatte.

Ein Lichtblick waren die zehn Minuten vor der Halbzeit, als sich seine Spielerinnen von 7:9 auf 13:13 zur Pause herankämpften. „Da wurden dann die Angriffe auch besser ausgespielt und nicht so viele hundertprozentige Chancen liegen gelassen. Dieses Spiel hätten wir – unter normalen Umständen – gewinnen können. Jetzt heißt es ,Mund abwischen‘, in den nächsten freien Wochen Kraft tanken, um dann für die letzten drei Spiele noch mal alles zu geben“, sagte Viebrans. – Tore HSG: Tischer (4/2), Jansen (2), Lieseberg (3), Bause (3), Rösler (10/5), Gräser (2).

HG Rosdorf-Grone – VfL Wolfsburg 29:25 (17:11). Der Mannschaft von Trainer Lennart Pietsch ist die Revanche für die Hinspiel-Niederlage geglückt, allerdings längst nicht so souverän wie gewünscht. Lediglich in der Anfangsphase gingen die Gäste zweimal in Führung, danach übernahm die HG die Regie, die sich bis zur Pause einen Sechs-Tore-Vorsprung herausspielte. „Mal wieder“ brach das Pietsch-Team nach der Pause ein, bis auf einen Treffer (18:19/47.; 25:26/57.) kam der VfL zeitweise heran, doch die Gastgeberinnen behielten die Nerven, retteten sich in den letzten Minuten und bauten ihre Erfolgsserie auf 20:2 Punkte aus. – Tore HG: Cohaus (1), Jaeger (3), Moschner (4), Hille (7), Kehler (2), Sobotta (1), Gutenberg (11/5).