06052017 rosdorf vorbericht gtgT logoBurgenteam will Meister werden
Entscheidung könnte am Sonnabend im Derby bei der HG Rosdorf-Grone fallen
Göttingen. Am vorletzten Spieltag der Frauenhandball-Oberliga kann die HSG Plesse-Hardenberg ihr Meisterstück machen. Mit einem Erfolg im Derby bei der HG Rosdorf-Grone wäre der Drittliga-Aufstieg perfekt. Anpfiff ist am Sonnabend um 17.30 Uhr in der Rosdorfer Sporthalle. Zeitgleich tritt die HSG Göttingen in Hollenstedt an.

Ihre Meldung für die 3. Liga liegt dem Deutschen Handballbund vor, jetzt muss die HSG Plesse-Hardenberg den Sprung in die dritthöchste Frauen-Spielklasse noch sportlich besiegeln. Und das soll ausgerechnet beim Nachbarn HG Rosdorf-Grone am vorletzten Spieltag passieren. Eigentlich wäre die Mannschaft von Trainer Tim Becker schon „durch“, denn ihr Vorsprung auf Verfolger Eintracht Hildesheim beträgt sechs Punkte, hinzu kommt ein komfortabler Torvorteil (+26) – bei noch zwei ausstehenden Spielen. Dass es zum jetzigen Zeitpunkt aber immer noch Rechenspiele gibt, ist der Tatsache geschuldet, dass das Burgenteam nach der Meisterschaft in der vergangenen Spielzeit auf den Aufstieg verzichtet hatte und in dieser Saison einen Zwei-Punkte-Abzug als Strafe dafür mit sich herumschleppt.

"Unentschieden reicht HSG Plesse-Hardenberg zur Meisterschaft"

Mannschaftsführerin Marilena Henne ist zuversichtlich: „Ja, es ist schon ein bisschen mehr als ein Derby“, gibt sie zu. Dass es ein Spiel mit gutem Ausgang für sie und ihre Teamkameradinnen werden wird, macht sie an den zuletzt gezeigten Leistungen fest: „Wir sind dynamischer als erwartet aus der langen Osterpause gekommen, haben gut zusammengespielt. Außerdem ist die Stimmung im Team sehr gut.“ Angesichts der Nähe hofft sie auf eine große HSG-Fankolonie in Rosdorf. Die Gastgeberinnen strotzen vor Selbstvertrauen – vor allem nach dem Sieg bei der HSG Göttingen zuletzt.

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Verlässliche Rückraumspielerin: Sarah Strahlke möchte mit der HSG Plesse-Hardenberg den Aufstieg perfekt machen.foto: Wenzel

Die längste Auswärtsfahrt zum Schluss: Der Bus der HSG Göttingen fährt am Sonnabend noch einmal bis vor die Tore Hamburgs. Beim Tabellendritten TuS Jahn Hollenstedt wird es schwer für die Mannschaft von Trainer Uwe Viebrans. Die Derby-Niederlage gegen Rosdorf-Grone habe sein Team gut verdaut. „Die HG war einfach besser. Da gab es im Nachhinein auch keine Diskussionen.“ Gute Erinnerungen hat der Coach an das Hinspiel, das mit einem torreichen 31:31 im Dezember ausgegangen ist. „Für uns wird es dort wichtig sein, sich schnell an den Kleber zu gewöhnen, der dort in der Halle erlaubt ist.“ Ansonsten verlangt er von seinen Spielerinnen „ihr Ding“ zu machen. „Wir hatten eine gute Saison-Endphase, daran wollen wir anknüpfen.“ Auch ohne die drei Leistungsträgerinnen Janica Voigt (Schwangerschaft), Antonia Albrecht (Knieverletzung) und Kimberly Schmieding (bevorstehende Fuß-Operation) sieht er sein Team nicht chancenlos. Schließlich soll es auf der mehrstündigen Rückfahrt ja einen Grund zum Feiern geben.