23062017 vorbericht 2018 gtDrittliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg
Burgfrauen in Ost-Staffel gefordert

Die Gegner stehen fest: Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg wissen seit Dienstag, was auf sie zukommt. In vier Gruppen wird gespielt. Die Spielerinnen des Burgenteams sind in die Staffel Ost gesetzt worden, was gleichbedeutend mit vielen ­Kilometern auf den Autobahnen 5 und 38 ist.

Bovenden. Neben dem Team von Trainer Tim Becker gibt es noch zwei weitere Aufsteiger in dieser Gruppe: den TuS Kriftel aus dem hessischen Main-Taunus-Kreis sowie den HV Chemnitz aus Sachsen. Mit der SG Kleenheim (nahe Gießen) spielt einer von drei Zweitliga-Absteigern in der Ost-Staffel. Außerdem tritt die HSG Plesse-Hardenberg gegen HSG Geddern/Nidda (nordöstlich von Frankfurt), TSG Ober-Eschbach (Hochtaunuskreis), TSG Eddersheim (Main-Taunus-Kreis), SC Markranstädt (Region Leizig), HC Leipzig, SG Mainz-Bretzenheim und TSV Birkenau (Kreis Bergstraße, Südhessen) an. Das Nachbarschafts-Duell führt den Aufsteiger aus Südniedersachsen in den Schwalm-Eder-Kreis zum SV Germania Fritzlar - „nur“ knapp 85 Kilometer entfernt.

Staffel mit neuem Gesicht

Becker ist zufrieden mit der Eingruppierung in die Ost-Staffel. „Darauf hatten wir gehofft, die ­haben wir in der Vergangenheit immer im Blick gehabt.“ Den ­Norden hatte er ganz und gar nicht bevorzugt, weil es dort sehr viele Fahrten in Richtung Hamburg und Schleswig-Holstein gegeben hätte. Allerdings habe sich das Bild der Ost-Staffel nun im Vergleich zur Vorsaison erheblich verändert. Die acht Teams aus der Region Frankfurt sind allesamt neu in dieser Staffel, sie waren in der zurückliegenden Spielzeit noch dem Westen zugeordnet worden. „Unsere Gegner-Beobachtungen sind jetzt natürlich hinfällig, aber in der 3. Liga ist es Pflicht, Videos von den Heimspielen auf einem für alle zugänglichen Portal hochzuladen. Da haben alle die gleichen Möglichkeiten zur Vorbereitung, wenn alle Spiele online stehen.“

Noch nicht einschätzen kann er das Leistungsvermögen des HC Leipzig, der in der vergangenen Saison noch Erstligist gewesen ist. Die Mannschaft erhielt jedoch keine Lizenz mehr für das Damen-Oberhaus und wurde zum Zwangsabsteiger in die 3. Liga. Sein Team hat in den vergangenen Tagen Form angenommen. „Wir haben vier Zugänge, drei für den Rückraum, eine Spielerin für die Außenposition. Das ist noch ganz frisch.“ Ob die „Baustelle“ Rückraum mit den neuen Spielerinnen nur notdürftig geflickt werden konnte, wird sich zeigen.

Erste Einheiten ab Mitte Juli

Fest steht, dass die erfahrenen Lisa Sander (Knieverletzung) und Fenja Thoelke (Bandscheiben-Beschwerden) eine große Lücke hinterlassen haben, die nun junge Spielerinnen schließen sollen. „Das wird nicht einfach. Sie werden sich sicherlich reinfinden müssen“, vermutet Becker. Auch Julia Herale hat - aus beruflichen Gründen - Abschied aus der ersten Mannschaft genommen, in Notfällen würde sie auf Linksaußen aber noch zur Verfügung stehen. Mit Devi Hille (Rosdorf), Jana Kurzbuch (Baunatal), Charlotte Schob (Dransfeld) und Alena Breiding (Vellmar) stehen vier Zugänge fest.

Erst Mitte Juli treffen sich die Spielerinnen zu den ersten Einheiten in der Halle. Vorher gibt es individuelle Trainingspläne für die Spielerinnen für ein eigenständiges Ausdauer- und Athletiktraiing. Befürchtungen, dass seine Anweisungen nicht exakt umgesetzt werden könnten, hat Becker nicht. „Ich habe Vertrauen in die Spielerinnen. Alle wissen, worum es geht.“ Gut acht Wochen bleiben dem Team dann noch zur Vorbereitung auf den Punktspielstart, der am 16./17. September sein wird. Zwei Wochen zuvor spielt die HSGPH schon in der ersten Runde des DHB-Pokals. Dafür hatte sie sich durch das Erreichen des Final-Four-Turniers auf Niedersachsen-Ebene qualifiziert.

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Erfolgreiche Saison: Die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg bejubeln nach der Meisterschaft den Aufstieg in die 3. Liga.
Quelle: Swen Pförtner