28072017 wede hnaDie Frauen der HSG Plesse-Hardenberg rüsten sich für ihr Abenteuer in der 3. Liga
„Wir denken Handball anders“
Nörten/ Bovenden. Die Handballfrauen der HSG Plesse-Hardenberg bestreiten am Sonntag ihr erstes Testspiel im Rahmen der Vorbereitung auf das Abenteuer „3. Liga“. Das Burgenteam gastiert am Sonntag ab 16 Uhr bei der HSG Körle/Guxhagen. Nach zwei Wochen Training geht es beim hessischen Landesligisten für das Burgenteam in erster Linie darum, etwas auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und sich einzuspielen. „Im Angriff fangen wir mit drei neuen Rückraumspielerinnen fast wieder bei Null an.

Abwehrtechnisch rückt die 3:2:1-Formation mehr in den Fokus“, so Tim Becker mit Blick auf die wurfstärkeren Rückraumreihen der meisten Kontrahenten in der 3. Liga. Denen spricht der HSG-Coach in der Regel das größere Potenzial und bessere finanzielle Möglichkeiten zu. „Wir denken Handball anders. Bei uns geht’s sehr familiär zu. Es ist viel Herzblut dabei. Im Moment herrscht großer Enthusiasmus“, berichtet Becker.

Zuwachs im Trainerstab

Vier Neuzugänge kann der Aufsteiger bisher vermelden. Zuwachs bekommt aber nicht nur das Team, sondern auch der Trainerstab. Den Namen des neuen zweiten Mannes an der Seite von Becker neben Betreuer Marc Helmstedt wird der Verein in den nächsten Tagen bekannt geben. Intensiviert werden soll auch das Torwarttraining. Hier leistet Christian Wedemeyer seit einem Jahr jeweils dienstags ohnehin schon glänzende Arbeit mit Nele Röhrs, Caro Menn und Filz Bühn. „Die Mädels haben viel Spaß dabei. Christian bringt ganz viel höherklassige Erfahrung mit.“ Bei Wacker Osterwald machte der HSG-Keeper diesen Job bereits in der zweiten Liga.

Team-Managerin entlastet

Entlastung bekommt Tim Becker auch durch die neue Team-Managerin Maike Trost-Lapschies. Nach ihrer aktiven Zeit war Plesses ehemalige Torjägerin trotz neuem Wohnsitz in Hessen noch immer ganz nah an der Mannschaft. „Jetzt entlastet sie mich im organisatorischen Bereich. Das klappt richtig gut. Maike ist sehr engagiert“, lobt Becker seine Mitstreiterin.

Die hat sich gleich mit der Idee einer „Bus-Dauerkarte“ eingebracht. Für nur 25 Euro kann man sich einen Platz im Reisebus sichern, mit dem sich die HSG in der neuen Serie auf den Weg zu ihren Auftritten in der Fremde macht. Dabei steht weniger der finanzielle Aspekt im Vordergrund. „Wir versprechen uns damit vor allem einen großen Rückhalt durch unsere Fans bei den Auswärtsspielen.“

Als echtes Erfolgsmodell erweist sich bisher auch die Aktion „100x100“, mit der die Burgfrauen um finanzielle Hilfe bei der Erfüllung ihres sportlichen Traumes werben. „Es läuft viel besser als erwartet und ist noch nicht beendet. Wer uns auf diese Weise unterstützen möchte, ist immer herzlich willkommen.“ Foto: nh

Von Andreas Schridde