03092017 pokal damen gt vorberichtDHB-Pokal der Frauen
Markranstädt im DHB-Pokal zu Gast in Bovenden
Die Drittliga-Handballerinnen des SC Markranstädt unweit von Leipzig gastieren in der ersten Runde des DHB-Pokals beim zukünftigen Ligakonkurrenten HSG Plesse-Hardenberg. Anpfiff ist am Sonntag um 17 Uhr in der Bovender Sporthalle am Wurzelbruchweg. Die Drittliga-Handballerinnen des SC Markranstädt unweit von Leipzig gastieren in der ersten Runde des DHB-Pokals beim zukünftigen Ligakonkurrenten HSG Plesse-Hardenberg. Anpfiff ist am Sonntag um 17 Uhr in der Bovender Sporthalle am Wurzelbruchweg.

In Insider-Kreisen firmiert der Gegner unter „Piranhas“, so wie die räuberischen Fische, die in den tropischen Süßgewässern Südamerikas vorkommen. Entsprechend präpariert sind die Handballerinnen aus der Nähe von Leipzig vor der Pokalreise nach Südniedersachsen. Zubeißen wollen sie und eine Runde weiterkommen.

„Jeder Wettkampf ist für unsere eine wichtige Standortbestimmung vor dem ersten Punktspiel“, unterstreicht der neue Trainer Torsten Löther – Spielzeitbeginn ist für den SC am 16. September gegen den Nachbarn vom HC Leipzig, dem deutschen Rekordmeister. Dem ehemaligen Erstligisten wurde jüngst die Lizenz entzogen, und die Insolvenz folgte auf den Fuß. Die Folge: Leipzig muss in der 3. Liga starten.

Der SC Markranstädt kennt dieses schmerzhafte Procedere. Bis zur Saison 2008/09 spielten die Sachsen in der 2. Bundesliga. Nach der Insolvenz der Spielbetriebs-GmbH am 30. Juni 2009 hat der Klub in der Sachsenliga einen Neuanfang gewagt. Bis in die 3. Liga haben sich die Frauen zurückgearbeitet, spielen dort seit der Saison 2016/17.

„Das neu formierte Team muss sich erst richtig finden“, sagt Loether. Der Coach hat alles getan, um auch für Abwechslung zum nicht selten monotonen Trainingsalltag zu sorgen. Während die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg bei ihrem Teambuilding von der 950 Meter hohen Wasserkuppe in der osthessischen Rhön mit Monsterrollern bergab durch Wälder gedüst sind, haben sich die „Piranhas“ beim Fußballspielen oder Fahrradfahren erprobt. Nun kann der Ernst des Handballlebens losgehen – hüben wie drüben.

„Ich bin froh, dass wir inzwischen einen vollständigen Kader zusammen haben“, sagt der 48-jährige B-Lizenzinhaber Loether. „Es macht mir mit den Mädels viel Freude. Alle Spielerinnen freuen sich auf den Pokal und die 3. Bundesliga.“ Für SCM-Präsident Daniel Riegert ist der neue Trainer ein weiterer Baustein im Konzept „Wir sind SCM“, das vor allem auf mehr Regionalbezug und Fokussierung auf den Nachwuchs basiert.

Die Neuausrichtung des Vereins ist eine Herausforderung für alle. In kürzester Zeit mussten sich im Rahmen des totalen Umbruchs neun neue Spielerinnen und ein neues Trainerteam beim SCM integrieren. „Aber ich glaube, wir sind schon auf einem sehr guten Weg“, sagt Loether.

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Sarah Strahlke und die HSG Plesse-Hardenberg empfangen im DHB-Pokal den SC Markranstädt. Quelle: Wenzel

Von Ferdinand Jacksch