23092017 menn caroKopflos und mit zu hoher Fehlerquote
Eigentlich hatten wir uns die Adoption der zwei Punkte im Spiel gegen Chemnitz fest vorgenommen. Leider haben diese aber die lange Fahrt in den Osten angetreten. Verantwortlich dafür war erst in zweiter Linie der Gegner, in erster Linie haben wir uns selber geschlagen. In der ersten Halbzeit wurde deutlich, dass wir diesmal alle Karten selber in der Hand hatten. Während bei Chemnitz vor allem eine Spielerin Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war, hatten wir auf allen Positionen Erfolgserlebnisse. Bis zur Halbzeit erfolgte ein offener Schlagabtausch. Obwohl die Gelegenheiten aber mehr als zahlreich waren, gelang es uns nicht, uns entscheidend abzusetzen. Immer wieder unterliefen uns eklatante Fehler, die dazu führten, dass Chemnitz zu Erfolgserlebnissen kam. Mit einem ausgeglichenen Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause brach unser Widerstand.
Während sich jetzt auch in der Abwehr, die bis dato gut funktionierte, die Fehler häuften, fiel es uns auch im Angriff zunehmend schwerer, erfolgreich abzuschließen. Zu oft mussten wir das Tempo rausnehmen und den Angriff neu konzipieren, unser Tempogegenstoßspiel existierte so gut wie gar nicht. Chemnitz kam dagegen vor allem mit einfachen Mitteln zum Erfolg. So erkämpfte sich Chemnitz die Führung, während uns die Ideen ausgingen, um noch ernsthaften Widerstand zu leisten. Daher mussten wir hilflos zusehen, wie Chemnitz das Spiel zunehmend dominierte und letztendlich aufgrund seiner mentalen Überlegenheit den Sieg auf seiner Seite hatte, während wir mit leeren Händen dastanden. Auch wenn wir nach drei Spielen auf Drittliga-Niveau noch nicht auf zählbaren Erfolg zurückblicken können, bleibt doch die Tatsache, dass wir in zwei von drei Spielen (gegen Makranstedt und Chemnitz) den Sieg in Aussicht hatten und gegen Fritzlar, das sich zurecht Hoffnungen auf die Meisterschaft macht, bis Minuten vor dem Abpfiff gut mitgehalten haben. Das alles wird nichts wert sein, wenn es uns nicht gelingt, unsere Stärken auszuspielen und in entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass wir in dieser Liga nicht chancenlos sind. Einige Zeit werden wir vielleicht noch brauchen, um uns zurechtzufinden, aber wenn uns dies rechtzeitig gelingt, werden wir auch erfolgreich sein können.