„Die Niederlage war nicht nötig“

Frauenhandball 3. Liga: Plesse weiter punktlos

Bovenden. Auch nach dem vierten Spieltag warten die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg weiter auf die ersten Punkte in der 3. Liga. Gegen den SC Markranstädt unterlag der Aufsteiger vor 160 Zuschauern mit 20:28 (8:12). Dabei hatte es recht gut begonnen für die HSG. Isabel Marienfeld traf vom Kreis zum 1:0, zum 2:1 und zum 3:3 (8.). Gegen die offensiv ausgerichtete Abwehr der Gäste hatte die HSG das richtige Mittel gefunden, versuchte es mit Übergängen und hatte in Marienfeld einen stetigen Unruheherd am Kreis.

Nach knapp zehn Minuten war diese gute Phase vorbei. Die Fehler häuften sich, Bälle wurden einfach hergeschenkt. Beim 4:9 (15.) nahm Tim Becker die Auszeit, beim 7:9 (20.) war seine Mannschaft wieder im Spiel. Nach der Pause gelang der Heimsieben wieder der erste Treffer, Devi Hille war zwischen Außen und Halb durchgebrochen. Es war der einzige Treffer der jungen Linkshänderin, die mit ihrer Rolle im rechten Rückraum überfordert war. Auch Marilena Henne konnte in der Mitte nur wenig Akzente setzen. Sarah Strahlke und Meike Rombach fehlte die Breite, immer wieder zogen die Rückraumspielerinnen zur Mitte, die Außenangreiferinnen wurden kaum ins Spiel einbezogen. Die Unsicherheit im Passspiel ließ auch die erste Überzahlsituation ungenutzt verstreichen. Das keineswegs fehlerfrei auftretende Markranstädt konnte aber im Gegensatz zu der HSG deren Fehler ausnutzen, beim 13:21 (47.) war das Spiel entschieden. „Wir haben ein Spiel einfach hergeschenkt, die Niederlage war nicht nötig“, ärgerte sich Tim Becker. Das Henne mit einem „Buzzer-Beater“ wenigstens noch die 20-Tore-Marke knackte, ist nur ein schwacher Trost. „Wir warten weiter“, so Becker, „aber an dieser Niederlage war nicht alles schlecht.“ – HSG: Menn, Röhrs – Marienfeld (5), Kurzbuch (4), Rombach (4/2), Strahlke (2), Breiding (2), Al Najem (1), Hille (1), Henne (1), Hemke, Schob, Kunze.

Göttinger Tageblatt 17.10.2017

Von Denise Kricheldorf-Mai