18112017 gedernnidda hollenderWieder nichts Zählbares gegen den Tabellenführer

HSG Gedern/Nidda, Tabellenführer der 3. Liga Ost gegen die HSG Plesse Hardenberg, bisher ohne Punktgewinn am Ende der Tabelle. Die Rollen schienen vor dem Spiel klar verteilt und ein Sieg eher in weiter Ferne. Nichtsdestotrotz hatten wir uns vor dem 5. Heimspiel dieser Saison vorgenommen, wieder alles zu geben um hinterher sagen zu können, dass wir als Mannschaft unsere Leistung abgerufen haben und an unsere Grenzen gegangen sind. Die spielfreie Zeit haben wir genutzt um den Kopf frei zu bekommen, im Training weiterhin hart an uns gearbeitet um für die kommenden Spiele der Hinrunde unsere eigenen Fehler zu minimieren und endlich die ersten Punkte der Saison einzufahren. Daher waren alle trotz des schweren bevorstehenden Spiels hochmotiviert und vor heimischen Publikum wollten wir wieder eine gute Leistung zeigen. Leider gelang es uns nicht die zuvor herrschende Motivation und Lautstärke aus der Kabine von Anfang an mit auf die Platte zu bringen.

Wir verpassten den Start ins Spiel, waren in den ersten Minuten in der Abwehr immer den entscheidenden Schritt zu spät und konnten den schnellen Ballfluss von Gedern nicht unterbinden. Ein 1:5 Rückstand nach 10 Minuten erschwerte es uns wieder ins Spiel zu finden. In dieser Phase des Spiels übernahm Sarah viel Verantwortung und half uns mit ihren Rückraumtoren wieder Anschluss und vor allem neuen Mut zu finden. Plötzlich waren wir wieder hellwach und erkämpften uns sogar in der 22. Minute die Führung gegen den Tabellenführer. Endlich zeigte sich wieder die nötige Einstellung und Körpersprache um in der dritten Liga die Chance auf einen Punktgewinn zu haben. Jede Einzelne von uns stand quer in der Luft, ob auf dem Spielfeld oder auf der Bank und auch das Publikum peitschte uns nach vorne. In der Abwehr wurde gekämpft und weite Wege gegangen um Gedern keine einfachen Tore zu ermöglichen. Zu der stärker werdenden Abwehr erwies sich Nele im Tor als super Rückhalt und hielt uns weiterhin im Spiel. Bis zu Halbzeit ließen wir Gedern nicht davonziehen und spielten auf Augenhöhe, sodass es mit einem 10:11 in die Pause ging. In den vergangenen Spielen kamen wir oftmals nicht wach genug aus der Kabine, nicht aber dieses Mal. Durch Tore von Isa und Devi gelang uns kurz nach Pause der 12:12 Ausgleich. Die Spannung aus der erste Halbzeit wurde aufrecht erhalten und jeder merkte, dass heute etwas drin war- selbst gegen den Tabellenführer. In der Abwehr erkämpften wir uns viele Bälle, die wir anschließend aber in der 1. Und 2. Welle zu leichtfertig wegschenkten und daher die Ballgewinne nicht für uns nutzen konnten. In der 40. Minute dann der große Schock, der das bis dahin sehr gute Spiel von uns trübte und uns aus der Bahn brachte. Nach dem Wurf landete Lara unglücklich auf ihrem Ellenbogen und verletzte sich schwer. Unsere Rechtsaußen kugelte sich den Ellenbogen aus und das Spiel musste unterbrochen werden, der Notarzt behandelte Lara noch in der Halle. Für alle Beteiligten war dies ein schrecklicher Moment Lara so leiden zu sehen und wir wünschen ihr nur das Beste für eine schnelle Genesung. Dieser Ausfall schmerzte nicht nur im laufenden Spiel sondern auch in den nächsten Spielen werden wir Lara als Kapitänin und Flügelflitzerin stark vermissen. Nach kurzer Teambesprechung hatten wir noch eine Motivation mehr das Spiel für uns zu entschieden- für Lara! Leider mussten wir aber feststellen, dass unsere Kräfte schwanden und uns im Angriff die nötige Durchschlagskraft und Konzentration fehlte um das Spiel noch zu unseren Gunsten drehen konnten. Hinzu kam, dass Devi aufgrund einer letzten rote Karte die letzten 10 Minuten auf die Tribüne musste und die Mannschaft nicht mehr unterstützen konnte. Es wurde zwar weiterhin gekämpft, aber erneute gingen wir mit Ballgewinnen nicht clever genug um und nutzen die Chance zu einfachen Toren nicht. Wir konnten Gedern nicht mehr ernsthaft unter Druck setzen und verloren das Spiel mit 21:27. Trotz der Niederlage war dies die beste Leistung der Mannschaft in der laufenden Saison. Es wurde gekämpft, füreinander gespielt und endlich kamen wir auch wieder in unserem Tempospiel zu einfachen Toren. Wir haben gezeigt, dass wir noch an uns glauben und weiterhin in jedem Spiel kämpfen um endliche Punkte zu sammeln. Diesen Schwung aus den positiven Aktionen im Spiel gilt es nun mitzunehmen um die Spiele vor Weihnachten für uns zu entscheiden. Da sich nun die personelle Situation im Kader noch einmal verschärft hat, müssen wir noch enger zusammenstehen und als Team funktionieren. Wie lange uns Lara fehlen wird, ist derzeit noch unklar aber wir denken alle an sie und hoffen auf eine nicht allzu schlimme Diagnose. Ein großer Dank geht an dieser Stelle noch an unsere Fans, die mal wieder einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass wir das Spiel über einen sehr großen Zeitraum offen gestalten konnten. Danke, dass ihr alle auch an uns glaubt. Wir arbeiten weiter hart um euch bald mit den ersten Punkten etwas zurückzugeben.

Anni