13012018 fritzlar vorbericht gtHandball 3. Liga Frauen
HSG Plesse-Hardenberg hofft auf einen guten Tag gegen Fritzlar
Mit einem Heimspiel startet die HSG Plesse-Hardenberg in die Rückrunde der 3. Liga und in die Mission Klassenerhalt. Gegner ist der SV Germania Fritzlar. Anpfiff ist am Sonnabend um 19.15 Uhr in der Sporthalle Bovenden.

Bovenden. Trotz des ersten Saisonsieges kurz vor Weihnachten ist die HSG weiter Tabellenletzter, hat den Anschluss an die anderen Mannschaften aber geschafft. Wenn in Sachen Klassenerhalt noch etwas gehen soll, dürfen die nächsten Punkte aber nicht lange auf sich warten lassen. „Warum sollten wir gegen Fritzlar nicht gewinnen können? Wenn wir einen guten Tag haben und die einen schlechten …“, sinniert Trainer Tim Becker.

Schlechte Tage hatte Fritzlar schon öfter, verlor die letzten drei Spiele und hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher. „Wir haben kein einziges Mal unser wahres Leistungsvermögen abgerufen“, fasst der sportliche Leiter der Nordhessen, Steffen Schmude, die enttäuschende Hinrunde zusammen. Als Konsequenz musste Trainerin Victoria Marquardt gehen, ein neuer Coach wurde noch nicht präsentiert. Die ungeklärte Trainerfrage beim Kontrahenten beschäftigt auch Becker, der nur schwer einschätzen kann, wie Fritzlar wirklich drauf ist. Ein Vorbereitungsturnier mit vier Drittligisten gewann die Germania, konnte auch spielerisch überzeugen. In Plesse-Hardenberg steht die Mannschaft um Haupttorschützin Bibiana Huck unter Druck. „Ich erwarte einen Sieg“, lässt Schmude keinen Zweifel aufkommen.

Auch die HSG nahm an einem Vorbereitungsturnier teil, musste sich nur Oberligaprimus Eintracht Hildesheim geschlagen geben. „Die Leistung war absolut positiv“, war Becker, dem nur sieben Feldspielerinnen zur Verfügung standen, mit dem Auftritt zufrieden. Den Schwung des ersten Saisonsiegs und das Publikum soll die Mannschaft am Sonnabend mitnehmen. „Fritzlar ist haushoher Favorit. Aber wir sind nicht völlig chancenlos“, gibt der Trainer sich optimistisch. Es müssen alle Rädchen ineinandergreifen. Die Deckung zu alter Stärke finden, der Angriff schnell und ohne technische Fehler spielen, der Abschluss konsequent sein.

Nicht mehr dabei helfen wird Jana Kurzbuch, die sich auf ihr Medizinstudium konzentriert. Noch nicht helfen kann Lara Al Najem, die nach ihrer Ellbogen-Luxation langsam wieder herangeführt wird. „Der Kader ist klein, aber das sind wir gewohnt“, sagt Becker. Mit Anna-Katharina Loest konnte noch im Dezember ein Neuzugang vermeldet werden, beim Vorbereitungsturnier half ein weiteres Mal Julia Herale aus. Vielleicht kann ja das ein oder andere Talent aus der A-Jugend herangeführt werden und den Kader ergänzen. Das wäre ein Fingerzeig für die Zukunft, egal in welcher Liga es auch weitergeht.

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Die HSG Plesse-Hardenberg trifft am Wochenende auf den Favoriten Fritzlar.

Quelle: Peter Heller