13012018 fritzlar bericht hnaFritzlar feiert Arbeitssieg beim Schlusslicht – Probleme bei Siebenmetern
Ahrend als belebendes Element
Bovenden. Auftakt gelungen: Die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar sind mit einem Sieg ins Sportjahr 2018 gestartet. Die Domstädterinnen gewannen bei Schlusslicht HSG Plesse-Hardenberg 24:19 (12:7). „Wir haben über weite Strecken taktisch das umgesetzt, was wir uns vorgesetzt hatten. Ich hatte nie Angst, dass wir einen Punkt abgeben könnten“, sagte SVG-Interimstrainer Dieter Trippen. In Bovenden traten die Gastgeberinnen vor 175 Zuschauern mutig auf. Klar, der erste Saisonsieg (22:14 gegen Kriftel) beflügelte das Team von Trainer Tim Becker. Nach 13 Minuten führten die Niedersachsen sogar 3:2.

Kein Grund für Trippen, nach zwei aus seiner Sicht starken Trainingswochen großartige Änderungen vorzunehmen. Lediglich Franziska Chmurski kam im ersten Durchgang für Vilte Duknauskaite auf die Platte. Über 6:3 (16., Lena Dietrich) und 10:5 (20., Bibiana Huck) drehte Fritzlar den Spieß bis zur Pause (12:7) um.

Nach dem Wechsel keimte bei der HSG immer mal wieder Hoffnung auf, dem Spiel noch eine Wende geben zu können. Doch gerade dann schlichen sich folgenschwere Fehler ein. Charakteristisch eine Szene aus der 38. Minute: Vorn traf Isabel Marienfeld beim Stand von 10:13 nur den Pfosten. Den Gegenstoß pariert Caro Menn bravourös. Doch den gerade erkämpften Ball schenkte die HSG umgehend wieder her. Das bestraften Xenia Ahrend (2) und Esther Meyfarth mit drei Treffern in Serie.

„Xenia war ein belebendes Element. Sie hat gut getroffen und einige Siebenmeter herausgeholt“, lobte Trippen. Fritzlar verlagerte geschickt das Geschehen und hatte mit Sperren im Angriff Erfolg. Einziges Manko: Die Germania ließ einmal mehr etliche Chancen aus. Besorgniserregend, dass gleich fünf Strafwürfe durch Bibiana Huck (2), Ahrend, Meyfarth und Duknauskaite vergeben worden. Das ist ein Punkt, an dem der neue Trainer ansetzen muss. Dieser soll wie berichtet vor der Partie gegen die HSG Gedern/Nidda (28. Januar, 17 Uhr) präsentiert werden. • SVG: Maier, Gürbig - Dietrich 3, Huck 6/3, Ahrend 4/1, Puntschuh, Lorenz, Horn 1, Kerwin, Meyfarth 7/1, Duknauskaite 2/1, Dreyer 1, Kiwa, Chmurski. SR: Ekk/Sachtleber. Z: 175. Siebenmeter: 4/3:11/6. Zeitstrafen: 6:6 Minuten. (sbs)

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Mit vereinten Kräften: Franziska Chmurski (Nummer 30) und Esther Meyfarth versuchen hier, Plesses Sarah Strahlke am Wurf zu hindern. Im Hintergrund beobachtet Melina Horn die Szene.

Foto: Herrig/nh