Für HSG Plesse zählt nur ein Sieg
3. Handball-Liga der Frauen
Bovenden. Heimspielzeit für die HSG Plesse-Hardenberg am Sonnabend in Bovenden: Bereits um 17 Uhr treffen die Drittliga-Handballerinnen auf die TSG 1888 Eddersheim, im Anschluss sind die Herren in der Oberliga gefordert. Den Rechenschieber brauchen die HSG-Verantwortlichen gar nicht erst herauszuholen: Bei sieben Punkten Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze zählen für den Frauen-Drittligisten nur Punkte – auch gegen Eddersheim, und vor allem zu Hause.

Die TSG schloss die letzte Saison als Meister der West-Staffel ab, verzichtete auf den Aufstieg und wurde trotz des eingeleiteten Umbruchs hoch gehandelt. Doch inzwischen ist die Mannschaft im unteren Tabellendrittel angekommen, belegt mit 10:16 Punkten den achten Tabellenplatz.

„Da scheint irgendwie Sand im Getriebe zu sein“, wundert sich HSG-Trainer Tim Becker ein wenig, „im Hinspiel waren sie richtig stark.“ In Eddersheim ging die HSG am Tag der Deutschen Einheit mit 16:30 unter, konnte nur die ersten sieben, acht Minuten mithalten. „Sie haben unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt“, erinnert sich Becker. Gegen die von Franziska Feick gut organisierte Deckung gab es kaum ein Durchkommen. Feick, die als Spielmacherin auch im Angriff die Fäden zieht, fällt nun aber mit einem Kreuzbandriss aus.

Für Becker ist das erst einmal nebensächlich. „Wir haben uns gezielt auf Chemnitz vorbereitet, dann aber vergessen, unsere Leistung abzurufen. Deshalb müssen wir uns auf uns konzentrieren, auf unser Spiel fokussieren“, so der Trainer.

Das fängt in der Defensive an, in der Anna-Katharina Loest eine Schlüsselrolle einnimmt. Die Torhüterinnen können mehr, als sie zuletzt gezeigt haben. Und wenn es hinten erst einmal funktioniert, fällt auch das Angriffsspiel leichter. „Wir müssen über die Einstellung kommen, es geht einfach darum, mehr zu wollen“, setzt Becker auch auf die emotionale Schiene.

Zu Hause fällt das den Damen erfahrungsgemäß leichter – vielleicht auch am Sonnabend, und vielleicht auch wieder mit Lara Al Najem. Die Co-Kapitänin trainiert nach ihrer Ellbogenverletzung wieder mit der Mannschaft, ein Kurzeinsatz scheint möglich.