breiding alenaGroße Personalsorgen bei der HSG Plesse Hardenberg
Gut 300 Kilometer muss die HSG Plesse-Hardenberg am Sonnabend reisen. Die Drittliga-Damen sind zu Gast bei der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim. Die Partie beim Sechsten wird um 19.45 Uhr angepfiffen, Busabfahrt ist um 14.15 Uhr. Weite Fahrten, keine Punkte – die Auswärtsbilanz der HSG sieht wahrlich nicht gut aus. Meist gab es hohe Niederlagen und in Rheinland-Pfalz droht die nächste.

Der HSG gehen sechs Spieltage vor Saisonende die Spielerinnen aus. Bei Alena Breiding ist es der Ellenbogen, bei Marilena Henne das Knie und bei Sarah Strahlke die Schulter. Die drei Rückraumspielerinnen fallen definitiv aus, bei Henne wird gar ein Kreuzbandriss vermutet. Dazu kommen die angeschlagenen Devi Hille (Knie) und Carolin Menn (Daumen). Nele Röhrs ist zudem auf Exkursion.
„Wir wollten das Spiel verlegen. Das geht aber nur, wenn der Gegner zustimmt. Und das hat Mainz-Bretzenheim nicht getan“, erklärt Trainer Tim Becker. Von der spielleitenden Stelle wird das Spiel nicht abgesetzt, da die HSG über eine zweite Mannschaft und über eine A-Jugend verfügt. Letztgenannte ist am Sonnabend selbst im Einsatz und spielt um die Meisterschaft der Landesliga Süd. Von dort ist keine Hilfe zu erwarten. Die Zweite spielt bereits am Freitag, ist aber fast identisch mit der A-Jugend. Also wird ein kleiner Kader die Reise antreten.

„Ziel ist, sich so gut es geht aus der Affäre zu ziehen“, so Becker, „aber die Trauben hängen hoch.“ Dank ihrer Heimstärke hat sich die SG bis auf den sechsten Platz hochgespielt, ganze vier Punkte gab sie in zehn Spielen ab. Dass sie es auch auswärts können, haben die Mainzerinnen im Hinspiel gezeigt. Mit 28:14 fügten sie der HSG die höchste Heimniederlage zu. Angesichts der Personalprobleme ist ein ähnliches Ergebnis zu erwarten.

Von Denise Kricheldorf-Mai