10032018 bericht mainz gt 01HSG Plesse-Hardenberg verliert ersatzgeschwächt 18:30

Mit der erwarteten Niederlage ist die HSG Plesse-Hardenberg von ihrem Gastspiel in Rheinland-Pfalz zurückgekehrt. Die Drittliga-Damen verloren bei der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim mit 18:30 (9:13). Göttingen/Mainz. Es war nur ein kleiner Trupp, der sich am Sonnabend auf den Weg machte. Ohne Marilena Henne, ohne Sarah Strahlke, ohne Anna-Katharina Loest, ohne Nele Röhrs. Carolin Menn und Devi Hille bissen auf die Zähne, Alena Breiding hatte vom Arzt doch noch grünes Licht bekommen. „Mit ihr hatten wir eine Rückraumspielerin mehr.

Das war gut. Aber das fehlende Training hat man schon gemerkt“, zog Trainer Tim Becker ein gemischtes Fazit nach dem unverhofften Comeback. Schmerzlich vermisst wurden Strahlke und Loest, der eigentliche Innenblock der HSG. „Da waren wir zu passiv, einen Schritt zu langsam und auch nicht blockstark“, erklärte der Trainer. „Und deswegen haben wir auch den Start in beide Halbzeiten verloren.“ 0:4 hieß es nach sieben Minuten, dann traf erst die HSG. Beim 5:5 (13.) hatte der Gast gar den Ausgleich geschafft, ehe der Rückstand bis zur Pause wieder anwuchs. Der Start in die zweite Hälfte ging dann mit 0:6 verloren, in neun Minuten war der Rückstand auf zehn Treffer angewachsen. „Das kann noch kein Kraftproblem gewesen sein“, ärgerte sich der Trainer. In der Folge musste seine Mannschaft hohen Aufwand betreiben, um das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Bis zum 16:23 (51.) gelang das recht gut, ehe die Schlussphase wieder klar an die Heimsieben ging. „Da konnten wir nicht mehr. Diese Kraftprobleme sind allerdings nachvollziehbar“, hielt sich der Ärger von Becker in Grenzen. Sein Fazit fiel dann auch nicht allzu negativ aus. „Phasenweise haben wir ganz gut gespielt. 27 Fehlwürfe sind allerdings zu viel“, so der Trainer. Doch auch die waren mit Abpfiff abgehakt, das nächste Spiel rückte sofort in den Vordergrund. Denn am Sonnabend kommt Birkenau nach Bovenden, die vielleicht letzte Chance auf den zweiten Saisonsieg.

HSG: Menn – Rombach (5/1), Breiding (5/3), Hemke (2), Hille (2), Al Najem (2), Kunze (2), Marienfeld, Schob.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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Die HSG hat ihr Auswärtsspiel stark ersatzgeschwächt verloren (hier HSG-Spielerin Marienfeld gegen Kriftel am Ball)  Quelle: Peter Heller