Mal wieder ein Derby
Frauenhandball-Oberliga: Plesse ist Favorit
Göttingen. Die Favoritenrolle liegt beim Gast, wenn die HSG Plesse-Hardenberg am Sonnabend um 17 Uhr in der Frauenhandball-Oberliga bei der HSG Göttingen antritt. In der BBS-II-Halle treffen dann der Elfte und der Spitzenreiter aufeinander.

Göttingens Trainer Uwe Viebrans sieht sein Team in der Außenseiterrolle. Zahlreiche Krankheitsfälle machen dem Coach zu schaffen. Hinzu kommt, dass Rückraumspielerin Janica Voigt noch immer an einer Leistenverletzung laboriert. Nach der Geburt ihrer Tochter Anfang Oktober ist Janina Schmieding inzwischen wieder dabei, hat bei ihrem kurzen Debüt am vergangenen Wochenende gleich zwei Treffer erzielt. Mit Blick auf den Gegner sieht Viebrans in der Abwehr des Burgenteams die größte Herausforderung. „Wir müssen aufpassen, uns schnell zurückziehen, um nicht zu viele Tempogegenstöße zu kassieren. Die bestrafen jeden Ballverlust.“ Viebrans räumt ein, dass bei seinem Team eine „gewisse Nervosität“ da sei – „gerade vor dem Derby“.

Um den Kampfgeist der Gastgeberinnen weiß Plesse-Trainer Tim Becker. „Da muss man erst mal gewinnen. Das wird ein interessantes Spiel.“ Seine Mannschaft hat sich in den drei zurückliegenden Trainingseinheiten auf die Abwehrarbeit konzentriert. „Die Defensive muss besser stehen als zuletzt. Göttingen hat zwar nicht so viele Möglichkeiten im Angriff, aber das, was sie spielen, machen sie sehr gut“, sagt Becker. Fenja Thoelke muss nach ihrem Bänderriss weiterhin pausieren, Kreisläuferin Isabell Marienfeld fehlt beruflich bedingt.

Zum TuS Bergen in die Lüneburger Heide fährt die HG Rosdorf-Grone. Das Team von Trainer Lennart Pietsch wird am Sonnabend um 19.30 Uhr dort auf den Tabellendritten treffen, der nach Auskunft des Coaches „schwierig auszurechnen“ ist. Der Gegner stelle eine körperlich robuste Mannschaft mit starken Rückraumspielerinnen. „Wir müssen absolut gut in der Abwehr arbeiten und fahren mit viel Selbstvertrauen nach dem klaren Heimsieg gegen Zweidorf-Bortfeld zu einem unangenehm zu spielenden Gegner“, so Pietsch. kal