Der Nachbar dient Plesse als Warnung
Nörten / Bovenden. Tief im Westen, genauer bei der HSG Hannover-West, gastieren die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg am Sonntag in der Handball-Oberliga. Gespielt wird ab 14.15 Uhr im Ortsteil Ahlem. Auf den ersten Blick scheinen die Fronten vor der Aufgabe bei der Spielgemeinschaft aus den Vereinen Davenstedt, Limmer, Velber und eben Ahlem geklärt, wenn der Tabellenzehnte den Spitzenreiter empfängt.

Spätestens nach dem 32:24-Erfolg der Hannoveranerinnen in Northeim dürfte den Spielerinnen des Titelverteidigers klar sein: Ein Selbstgänger sieht anders aus! Von den beiden deutlichen Erfolgen aus der Vorsaison wird sich im Burgenteam auch niemand blenden lassen.

Tim Becker glaubt zwar an einen Erfolg, „in Hannover gewinnt man aber nicht im Vorbeigehen. Wir sind gewarnt“, sagt Plesses Coach. Weniger klar ist ihm, was genau ihn erwartet. „Die letzten Resultate der HSG waren ungewöhnlich. Auch mit Hannovers Heimniederlage gegen Göttingen hatte ich nicht gerechnet.“

Mit der Leistung seines Teams gegen eben diese Göttinger am vergangenen Wochenende war Becker zufrieden. Dazu trug nicht zuletzt die Rückkehr von Fenja Thoelke bei. Die Rückraumspielerin feierte in der zweiten Halbzeit, obwohl nicht hundertprozentig fit und eigentlich nur für den Notfall vorgesehen, ein starkes Comeback. Da auch Isabel Marienfeld wieder zur Verfügung steht, ist der Kader des Titelverteidigers komplett. So steht dem siebten Sieg in Folge eigentlich nichts im Wege. (zys)