27112016 rohrsen bericht hnaPlesse siegt 28:21
Schwerstarbeit statt Leichtigkeit
Bovenden. Die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg sind weiter in der Erfolgsspur. Mit einem allerdings schwer erkämpften 28:21 (11:11) über den MTV Rohrsen wurde am Sonntag Platz eins in der Handball-Oberliga gefestigt. Besser als der Tabellenplatz - so hatte Tim Becker den Kontrahenten im Vorfeld eingestuft. Und die Gäste untermauerten diese Einschätzung des HSG-Coaches von der ersten Minute an.

Mit einer großen körperlichen Präsenz in der Abwehr machten sie dem Spitzenreiter das Leben lange schwer. Der kam nur mit Lisa Sander und Fenja Thoelke aus dem rechten Rückraum oder über den Kreis, vornehmlich durch Yasmin Hemke, zum Zug. Das 8:5 (16.) brachte keine Sicherheit in die Aktionen. Nach zwei vergebenen Strafwürfen und einigen Zeitstrafen musste man noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich hinnehmen.

Nach Wiederbeginn sahen die Zuschauer zunächst weiter zwei engagierte Teams auf Augenhöhe und eine Sarah Strahlke, bei der endlich der Knoten platzte. Ihre drei Treffer ermöglichten Plesse nach 40 Minuten eine 17:15-Führung, ehe die Rückraumspielerin verletzt ausscheiden musste. Ihre Teamkolleginnen steckten diesen Rückschlag aber bravourös weg und stemmten sich mit Erfolg gegen die erste Heimniederlage.

Die Deckung offenbarte kaum noch Lücken. Und vorn wurde der knappe Vorsprung mit zwei Gegenstößen, die zuvor so gut wie gar nicht zu sehen waren, auf 20:15 (47.) und vier Minuten später auf 24:16 ausgebaut. In der Schlussphase mussten die Gäste wohl auch ihrem kraftraubenden Spiel Tribut zollen.

„Vor allem mit der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Da war die Deckung vor einer guten Caro Menn im Tor unser Gewinner. Nach der Pause lief es auch vorn besser, weil wir unsere Angriffe breiter vorgetragen haben“, analysierte Tim Becker.

HSG: Menn, Röhrs - Herale 4, Henne 1, Sander 9, Strahlke 3, Hollender 1, Marienfeld, Rombach, Hemke 3, Thoelke 5, Al Najem 2. (zys)

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Daheim unbesiegt: Die Burgfrauen mit Yasmin Hemke ließen sich auch von Rohrsen mit Jessica Hünecke nicht bremsen. Foto: zje