Die HSG Plesse-Hardenberg bereitet sich auf einen möglichen Aufstieg vor
02122016 100 100 hna100 x 100 für den Fall der Fälle
Nörten / Bovenden. „Da wir im Moment ähnlich erfolgreich sind wie in der vergangenen Saison, wollen wir diesmal für den Fall der Fälle vorbereitet sein.“ Dieser Satz kommt von Yasmin Hemke, Kreisläuferin der HSG Plesse-Hardenberg. Gemeint ist die Meisterschaft in der Handball-Oberliga, die als Ziel klar definiert wurde. Nach dem Titelgewinn im Mai konnte der Verein seinem Aushängeschild den Traum von der 3. Liga vornehmlich aus wirtschaftlichen Gründen nicht erfüllen.

Damit das nicht wieder passiert, ging die Mannschaft nun am vergangenen Sonntag nach dem erfolgreichen Heimspiel gegen Rohrsen mit der Aktion „100 x 100“ an die Öffentlichkeit.

Idee aus der Mannschaft

Gesucht werden unter diesem Motto 100 Personen, die bereit sind, mit einem Beitrag von 100 Euro die finanzielle Basis für einen möglichen Aufstieg zu schaffen. „Die Idee dazu kam aus der Mannschaft. Der Frust nach der letzten Saison war groß. Damit das nicht noch einmal passiert, haben wir uns gesagt, wir müssen etwas tun“, schildert Hemke, die mit ihren Teamkolleginnen schon wieder von der Tabellenspitze grüßt, die Entstehungsgeschichte. Sie selbst ging gleich mit gutem Beispiel voran, gehört seit einigen Monaten dem Förderverein der HSG an und beschäftigt sich dort schwerpunktmäßig mit dem Sponsoring.

„Das war am Sonntag keine einmalige Sache. Die Aktion soll kontinuierlich weiterlaufen. Wir werden sie in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder anstoßen.“ Hemke betont auch, dass die Wahrnehmung des Aufstiegsrechts für den Fall der Fälle unter sportlichen Gesichtspunkten aus Sicht der Spielerinnen fast schon überlebenswichtig ist. Einen erneuten Verzicht möchte niemand erleben.

„Das hat mich begeistert“

Das gilt auch für Bernd Strahlke. „Ich habe die Emotionen mitbekommen. Die Mädchen waren sehr geknickt“, erinnert sich der Vater von Rückraumspielerin Sarah Strahlke. Als nun die Anfrage kam zu helfen, konnte er nicht nein sagen und möchte seine Erfahrung, die er auf diesem Gebiet als langjähriger Vorsitzender des Fördervereins im Rhumetal gesammelt hat, einbringen. „Die Mannschaft zeigt Woche für Woche auf dem Spielfeld, was möglich ist und steht schon wieder ganz oben. Dass sie so viel Eigeninitiative entwickelt, allen voran Yasmin, finde ich ganz stark. Das hat mich regelrecht begeistert. Das hat einfach Unterstützung verdient.“

Wer dem Burgenteam helfen möchte, kann sich an Yasmin Hemke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Bernd Strahlke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden. (zys)

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Im Kreise der Spielerinnen: Bernd Strahlke und die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg wollen für den Fall der erneuten Meisterschaft in der Oberliga vorbereitet sein. Klappt es mit dem Titel, soll die 3. Liga auch finanziell machbar sein. Dafür sammelt man nun Geld ein. Foto: Herrig/nh