10122016 rosdorf bericht hnaPlesse-Hardenberg besiegt Derbyfluch gegen Rosdorf
Abwehr ist der Schlüssel
Bovenden. Die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg können doch Derby! Im letzten Heimspiel des Jahres kam der Spitzenreiter der Handball-Oberliga zu einem ungefährdeten 29:19 (13:9)-Erfolg über die HG Rosdorf-Grone. „Wir konnten das Spiel nur 20 Minuten offen halten. Dann hat Plesse eine überragende Deckung gestellt. Das ist das Beste in der Liga.

Dagegen ist uns kaum etwas eingefallen“, analysierte Rosdorfs Coach Lennart Pietsch nach der zweiten Derbypleite in Folge.

Seine Spielerinnen begannen am Samstag am Wurzelbruchweg durchaus vielversprechend. 5:4 lagen die Gäste nach acht Minuten vorn, ehe das Abwehrbollwerk des Kontrahenten Konturen annahm und an Stabilität gewann. Während Sarah Strahlke für den Tabellenführer drei Mal in Folge zum 8:6 traf, legte Rosdorf eine lange Atempause ein. Nach dem Anschlusstreffer durch Christin Jäger musste man elf lange Minuten auf das nächste Erfolgserlebnis durch die gut aufgelegte Maite Gutenberg warten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Plesse den Vorsprung auf 12:7 ausgebaut, obwohl der Angriffsmotor auch nicht richtig rund lief. Zu viele überhastete Abschlüsse sorgten immer wieder für Aussetzer.

Nach dem Wechsel bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Die Gäste mühten sich redlich, um vornehmlich über die Außenpositionen oder vom Kreis zum Zug zu kommen. Gegen einen körperlich überlegenen Gegner hatten sie aber einen schweren Stand. Der kam nicht zu seinem gewohnten Tempospiel. Dennoch wurde die Führung kontinuierlich in die Höhe geschraubt. 20:12 hieß es nach 45 Minuten für die HSG-Frauen. Die spulten ihr Pensum in der Schlussviertelstunde routiniert und gekonnt ab. Rosdorf gelang durch Devi Hille der letzte Treffer in einem fairen Nachbarschaftsduell. Als Derbysieger wurde am Ende aber nach zwei vergeblichen Anläufen wieder das Burgenteam gefeiert.

„Es war ein verdienter Sieg“, urteilte Plesses Trainer Tim Becker nach der geglückten Revanche. „Der Schlüssel war unsere 6:-0-Abwehr. Wir mussten die Lücken gegen ein Team mit vielen kleineren Spielerinnen schließen. Das ist uns mit Ausnahme der Anfangsphase sehr gut gelungen. Vorne hatten wir gute und weniger gute Phasen.“

Im Siegerteam zeigte sich Marilena Henne auf Rechtsaußen sehr treffsicher. Bei den Rosdorferinnen setzte Maite Gutenberg im Spiel nach vorn die meisten Akzente.

HSG: Röhrs, Menn - Hemke 4, Rombach 1, Henne 4, Sander 5, Herale 1, Marienfeld 3, Strahlke 4, Thoelke 5, Al Najem 1, Hollender 1.

HG: Schlote, Schorn - Jäger 2, Moschner, Hille 4, Eisenhauer 2, Kehler, Sobotta, Leonard, Seifert 1, Gutenberg 10, Frölich. (zys)

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Zugepackt: Trotz Behinderung durch Rosdorfs Maite Gutenberg (rechts) erzielt Plesses Fenja Thoelke einen ihrer fünf Treffer. Foto: Jelinek/gsd