In Hessisch Oldendorf geht es um den Einzug in das Final Four - und damit um den DHB-Pokal 17/18
05012017 pokal frauen hnaDer letzte Mohikaner will sein Spiel durchbringen
Nörten / Bovenden. Als letzte aus dem heimischen Altkreis halten die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg die Fahne in der dritten Runde des HVN-Pokals 2016/2017 hoch. Der aktuelle Oberligameister trifft am Sonntag beim Turnier in Hessisch Oldendorf auf den Ligakonkurrenten HSG Hannover-Badenstedt II. Anpfiff ist um 14.15 Uhr. Im Erfolgsfall geht’s zwei Stunden später im Finale gegen den Sieger aus der Partie zwischen der HSG Göttingen und dem MTV Rohrsen, zwei weiteren Obrligisten.

Der Sieger vom Sonntag zieht in das Final Four um den HVN-Pokal ein. Die dortigen Endspielteilnehmer erhalten schon mal ein Ticket für die erste Hauptrunde im DHB-Pokal der kommenden Saison.

„Das ist eine zusätzliche Motivation. Es wäre schön, wenn uns das gelingen würde“, beurteilt Tim Becker den Anreiz auf ein attraktives Los im höherklassigen Wettbewerb positiv. In erster Linie geht es Plesses Coach aber darum, dass sich seine Schützlinge um Außenspielerin Lara Al Najem unter Wettbewerbsbedingungen für die Rückrunde einspielen können. Dort warten gleich zu Beginn der zweiten Saisonhälfte drei dicke Brocken. „Wir müssen wieder reinkommen und möglichst schnell unseren Rhythmus finden. Deshalb hoffe ich für Sonntag auf ein zweites Spiel.“

Nach dem gelungenen Jahresabschluss 2016 mit dem wichtigen Erfolg beim Verfolger aus Hollenstedt hat der Titelverteidiger eine verdiente Ruhepause eingelegt. „Sich mal zwei Wochen nicht zu sehen und keinen Ball in der Hand zu haben, war wichtig für uns alle, um die Köpfe wieder frei zu bekommen“, erklärt Becker. Da auch am Dienstag noch keine Halle zur Verfügung stand, muss die HSG mit zwei Übungseinheiten als Vorbereitung auf den Start in das neue Jahr auskommen. Auch diesen Umstand trägt der Trainer, der voraussichtlich auf den kompletten Kader zurückgreifen kann, mit Fassung. „Natürlich wollen wir auch im Pokal weiterkommen. Aber Vorrang hat ganz klar die Meisterschaft.“

Und da hat der Titelverteidiger aus der Hinrunde einen 30:27-Auswärtssieg über den Kontrahenten vom Sonntag vorzuweisen. In dieser Partie wurde es nach zwischenzeitlich deutlichem Vorsprung am Ende noch eng. Man müsse, so Becker, abwarten, mit welcher Mannschaft Hannover aufläuft, „aber entscheidend wird sein, dass wir unser Spiel durchbringen.“ (zys)