HG Rosdorf-Grone im Kellerduell gegen Buchholz / HSG in Northeim
Pietsch: „Die Mädels müssen beißen“

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Frei durch am Kreis: Rosdorfs Silvana Eisenhauer (am Ball) hat sich an Rohrsens Jessica Hünecke vorbei gemogelt und zieht ab. Foto: zje/gsd

Göttingen. Zum Rückrunden-Start am ersten Spieltag des neuen Jahres gibt es in der Handball-Oberliga der Frauen gleich wieder ein Derby. Die HSG Göttingen tritt am Sonntag in Northeim an. Bereits am Samstag steht für die Rosdorferinnen ein schon richtungweisendes Heimspiel gegen Buchholz an – dabei trifft der Tabellenvorletzte auf den Elften.

HG Rosdorf-Grone – SG BW Rosengarten-Buchholz II (Sa., 16.30 Uhr). Am ersten Spieltag kassierten die HGerinnen in Buchholz eine 21:31-Abfuhr, die ziemlich schmerzte. Auch danach ging auswärts wenig, so dass es nicht verwundert, dass alle drei bisherigen Siege zuhause am Siedlungsweg (gegen Zweidorf, Badenstedt II und Rohrsen) eingefahren wurden. Das Team aus der Nordheide siegte in Zweidorf und Rohrsen.

„Wichtig und schwer“ sei diese Partie zum Jahresauftakt, sagt HG-Trainer Lennart Pietsch. „Da muss man auch nicht drumherum reden: Wir müssen diese beiden Punkte mitnehmen!“ Seit dem 3. Januar ist seine Mannschaft wieder im Training, am vergangenen Wochenende gab es einen Test gegen Wesertal. Pietsch: „Das Ergebnis war egal, wir wollten wieder Wettkampfpraxis sammeln.“ Dumm jetzt nur, dass mit Devi Hille eine der erfolgreichsten Torschützinnen wegen eines USA-Besuchs am Sonntag und auch am übernächsten Wochenende nicht zur Verfügung steht. Auch Miriam Leonard (Entzündung) und Zara Moschner (Daumenprobleme) drohen auszufallen. Pietsch: „Da müssen die anderen Mädels beißen!“

Northeimer HC – HSG Göttingen (So., 14.30 Uhr). Der Tabellenzehnte beim Dritten – allein die Tabellenkonstellation verdeutlicht, wie schwierig es für die HSG in der Schuhwallhalle werden wird. Aber drei der vier bisherigen Siege holte das Team von Trainer Uwe Viebrans auswärts, gewann so zum Beispiel auch zuletzt beim HSC Hannover und in Rosdorf. Die Northeimerinnen kassierten in bisher sieben Heimpartien bereits drei Niederlagen. Lena Jansen und Kimberly Schmieding sind wieder im Team, die Grippewelle ist vorbei. Viebrans: „Der NHC ist natürlich Favorit. In Northeim ist das Publikum immer ein wichtiger Faktor.“ (haz/gsd-nh)


Derby gegen Göttingen
NHC will sich nicht bremsen lassen

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Dreikampf am Kreis: Anastasia Junghans (Mitte) behauptet sich hier. Sonntag geht es im Derby gegen Göttingen. Archivfoto: zhp

Northeim. Ihren glatten 24:19-Sieg aus dem Hinspiel über die HSG Göttingen wollen die Oberliga-Handballerinnen des Northeimer HC zum Auftakt der Rückrunde nur all zu gern wiederholen. Anpfiff zum ersten Derby des Jahres ist am Sonntag um 14.30 Uhr in der Schuhwallhalle.

Mit vier Siegen in Folge hatten die Northeimerinnen zum Ende der ersten Saisonhälfte einen beeindruckenden Schlussspurt hingelegt und damit sogar noch Platz drei erobert. Mit dem fünften doppelten Punktgewinn am Stück will die Mannschaft nun nachlegen.
Der Gegner hat sich gefangen

Die HSG Göttingen wird es den Gastgeberinnen aber sicher schwer machen. Nach einem schwachen Start in die Saison hat sich die Mannschaft von Trainer Uwe Viebrans mittlerweile gefangen und mit 11:15 Punkten auf Platz zehn den Anschluss an das Mittelfeld geschafft. Aktuell ist das Team seit vier Partien ungeschlagen. Die Ergebnisse lassen durchaus aufhorchen: 22:22 gegen Rosengarten-Buchholz II, 34:27 gegen Rosdorf, 31:31 gegen Hollenstedt sowie 28:25 gegen den Hannoverschen SC.

NHC-Trainer Carsten Barnkothe erwartet ein kämpferisches Spiel. „Die Göttingerinnen werden versuchen, sich durch unsere Deckung hindurch zu wühlen.“ Da wird engagiertes Auftreten des NHC gefragt sein. Immerhin stellen die Northeimerinnen mit nur 302 Gegentoren nach der HSG Plesse-Hardenberg und dem MTV Rohrsen nach wie vor die drittbeste Defensive der Liga. Schlecht ist die Abwehr der Gäste mit 332 Gegentreffern aber auch nicht. Und der Angriff Göttingens ist sogar erfolgreicher als der des NHC. Er hat in den ersten 13 Spielen der Saison bereits 343 Tore erzielt, Northeim 324.

Der Gastgeber ist also gewarnt. Um sich auf die Partie vorzubereiten, testete man am vergangenen Wochenende gegen den hessischen Landesligisten HSG Wesertal und gewann mit 27:15.

Barnkothe muss Sonntag auf seine Tochter Sina verzichten, die Klausuren schreibt. Außerdem gibt es ein Fragezeichen hinter der erkrankten Michelle Thielebeule. (zhp)