Hannoverscher SC – HSG Plesse-Hardenberg 30:28 (13:15).

„Eine unerwartete, aber verdiente Niederlage“, sagte Plesse-Trainer Tim Becker. Die ansonsten so zuverlässige Abwehr war in der Landeshauptstadt löchrig, Torhüterin Nele Röhrs hatte nicht ihren besten Tag erwischt. Alternativen gab es für Becker nicht, denn Caro Menn musste aus privaten Gründen kurzfristig passen. Trotz der insgesamt schwachen Leistung hatte der Tabellenführer die Partie bis zur 39. Minute (18:15) im Griff. Dann folgte – wie Becker es nannte – „eine zwölfminütige Komplettauszeit“, in der die Gastgeberinnen auf 25:20 davonzogen. „Diese Phase haben wir 2:10 verloren. Danach hat Hannover das Spiel clever zu Ende gebracht“, berichtete der HSG-Trainer. „Die haben unsere Fehler dankend angenommen.“ Ausnehmen von seiner Kritik wollte er Lara Al Najem, die auf Rechtsaußen acht Tore markierte. „Auch andere haben viele Tore geworfen, aber sie hatte eine gute Wurfquote, hat kaum Fehler gemacht.“ Vor dem Duell gegen Northeim wird es eine ausführliche Fehler-Analyse geben. „Wir müssen schnell die Kurve kriegen, sonst haben wir da keine Chance.“

Tore HSG: Rombach (1), Henne (2), Sander (7), Herale (1), Marienfeld (5), Strahlke (1), Thoelke (3), Al Najem (8).