OBERLIGA NIEDERSACHSEN
Burgfrauen wollen in die 3.Liga

BOVENDEN. Zu Füßen der Burgen Plesse und Hardenberg residieren im südlichen Niedersachsen die Burgfrauen des Oberliga Spitzenreiters HSG Plesse-Hardenberg. Die haben in diesem Jahr ein großes Ziel: Aufstieg. „Nachdem wir unseren Damen aus finanziellen Gründen den Traum von der 3.Liga letzte Saison nicht erfüllen konnten, wollen wir es diese Saison möglich machen“, heißt es von der Vereinsspitze.

„Da wir im Moment ähnlich erfolgreich sind wie in der vergangenen Saison, wollen wir diesmal für den Fall der Fälle vorbereitet sein“, bestärkt Kreisläuferin Yasmin Hemke. Um die finanzielle Basis für den Aufstieg zu legen, sucht die HSG 100 Sponsoren oder Personen, die den Club mit jeweils 100 Euro unterstützen. Die Aktion stößt bisher auf fruchtbaren Boden. „Die Resonanz auf diese Aktion ist bisher gut. Es haben bereits viele Leute eine Spende eingezahlt und weitere Personen haben ihre Absicht erklärt, zu spenden“, berichtet Tim Becker, HSG-Vorstandsmitglied Leistungssport und Trainer des Erfolgsteams. Über konkrete Zahlen wird nicht gesprochen, aber der Betrag, den wir für Verbandsabgaben, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Sekretär, Trainer oder Fahrtkosten veranschlagen, ist für eine Drittliga Saison ungefähr viermal so hoch wie für eine Oberliga Saison“, sagt Becker und ergänzt: „Im letzten Jahr ist der Aufstieg unter anderem an diesem Betrag gescheitert, aber in diesem Jahr sind wir vorsichtig optimistisch, dass wir diesen Betrag stemmen könnten, falls die Mannschaft das sportliche Ziel Meisterschaft erreicht“.

Der aktuelle Frauen Kader der HSG ist gut und sehr ausgeglichen besetzt. Fünf der zwölf Spielerinnen verfügen bereits über Erfahrungen in der 3.Liga. „Nichtsdestotrotz müssten wir uns im Falle des Aufstiegs natürlich noch verstärken. Diesbezüglich laufen bereits Gespräche mit vier potenziellen Neuzugängen: einer Rückraum und eine Außenspielerin, die bereits über Drittliga Erfahrung verfügen, sowie zwei Perspektivspielerinnen aus der Region“, verrät Becker, der von den bisherigen Leistungen seiner Mannschaft angetan ist.

Holger Lapschies, im Vorstand der HSG für Finanzen verantwortlich, setzt auf eine spannende Zukunft: „Der Aufstieg wäre das sportliche Ereignis für die HSG. Dieses Aushängeschild könnte genutzt werden um den Unterbau im Verein zu stärken. Das ist eine große Chance“.     FERDINAND JACKSCH