05022017 hildesheim bericht hnaHandball-Oberliga Frauen: Plesse siegt 21:18
Ein großer Schritt zur Meisterschaft
Hildesheim. Die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg steuern seit Sonntag mit erhöhter Geschwindigkeit auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Handball-Oberliga zu. Im Topspiel bei Verfolger Eintracht Hildesheim gelang ein 21:18 (11:11)-Triumph. 32 Sekunden waren in der Domstadt noch zu spielen, als Torhüterin Caro Menn ihre überragende Vorstellung mit einer weiteren Glanzparade gegen eine am Kreis völlig frei vor ihr auftauchende Eintracht-Angreiferin krönte.

Im Gegenzug schloss Lara Al Najem einen Konter erfolgreich zum Endstand ab. Kurz darauf schalteten die HSG-Spielerinnen noch auf dem Parkett mit dem unvermeidlichen „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ umgehend in den verdienten Jubel- und Feiermodus um.

Plesses erleichterter Trainer Tim Becker sah sein Team in einem Spiel auf hohem Niveau als verdienten Sieger. „Wir hatten den Vorteil, am Ende noch frische Kräfte bringen zu können. Schlüssel zum Sieg war aber die starke Leistung von Caro Menn und unsere überragende Abwehr.“

Der Tabellenführer erspielte sich mit einer konzentrierten Anfangsviertelstunde eine 7:3-Führung, ehe das Momentum ohne ersichtlichen Grund zu den Gastgeberinnen umschlug. Die profitierten von einer nun wachsenden Fehlerquote im Aufbauspiel der HSG. Mit neun Treffern im ersten Durchgang warf Yvonne Krängel fast im Alleingang eine Hildesheimer 10:7-Führung (23.) heraus. Zur Pause hatte Plesse aber wieder ausgeglichen.

Mit Wiederbeginn entwickelte sich die Abwehr der Gäste zu einem Bollwerk. Die Abstimmung war deutlich verbessert. Immer häufiger wurde der gegnerische Spielfluss erfolgreich unterbunden. Auf der anderen Seite wollte der eigene Angriff aber lange nicht richtig zünden. Bis zum 17:17 (54.) blieb das kampfbetonte Duell völlig offen, ehe Plesse mit drei Treffern in Serie die Vorentscheidung erzwang. Auch eine Zeitstrafe von Lisa Sander und Hildesheims Versuch, mit sieben Feldspielerinnen zu agieren, warfen den Klassenprimus nicht mehr aus der Bahn.

„Wir hatten zu viele Ballverluste. Als das Spiel noch eng war, haben wir mehrere Hundertprozentige liegen gelassen“, haderte Frank Mai. Der Eintracht-Trainer merkt aber auch fair an: „Ich kann Plesse nur gratulieren. Die HSG steht zurecht ganz oben, auch wenn ich meine Mannschaft nicht viel schlechter sehe.“

HSG: Menn, Röhrs - Herale, Henne 3, Sander 4/1, Strahlke 1, Hollender 1, Marienfeld 2, Rombach 2/1, Hemke, Thoelke 6/2, Al Najem 2. (zys) Foto:  zys