18022017 bericht gtZwei Siege in letzter Minute
Frauenhandball-Oberliga: Auswärtserfolge für alle drei heimischen Teams
Göttingen. Dreimal waren die heimischen Oberliga-Teams auswärts gefordert, dreimal sind sie mit einem Sieg nach Hause zurückgekehrt. Während die HG Rosdorf-Grone souverän gewann, setzten sich Spitzenreiter HSG Plesse-Hardenberg und die HSG Göttingen jeweils knapp durch.

TuS Bergen – HSG Plesse-Hardenberg 23:24 (13:14). Der Tabellenführer tat sich schwer in Bergen, schonte aber auch Rückraumspielerin Lisa Sander, die sich im Spiel zuvor am Knie verletzt hatte. Für sie sprangen mit Fenja Thoelke und Sarah Strahlke zwei Spielerinnen ein, die gemeinsam zehn Tore beisteuerten. Wie wichtig jeder einzelne Treffer war, zeigte sich in der Endabrechnung. Nach gut 45 Minuten hatte die Mannschaft von Trainer Tim Becker noch mit 17:21 zurückgelegen, alles deutete auf die dritte Saison-Niederlage hin. Dann schlug die große Stunde von Thoelke, die bis zum Abpfiff vier ihrer fünf Tore erzielte, darunter auch das Siegtor 20 Sekunden vor dem Abpfiff. – Tore HSG: Hemke (3), Rombach (7/3), Henne (1), Herale (1), Marienfeld (1), Strahlke (5), Thoelke (5), Hollender (1).

HSG Hannover-Badenstedt II – HSG Göttingen 35:36 (18:19). Im spannenden Spiel beim Tabellenfünften musste die Mannschaft von Trainer Uwe Viebrans bis zum Abpfiff auf die Erlösung warten. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Lediglich einmal gelang es den Göttingerinnen, sich auf vier Tore abzusetzen (25:21/42.), doch dieser Vorsprung schmolz auch wieder zusammen. Die fünffache Torschützin Marieke Lieseberg erzielte das umjubelte Siegtor neun Sekunden vor dem Abpfiff. – Tore Göttingen: Tischer (5/4), J. Schmieding (2), Lieseberg (5), Bause (3), K. Schmieding (8/1), Rösler (8), Gräser (5).

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Nicht zu bremsen: Marieke Lieseberg von der HSG Göttingen trifft neun Mal.foto: CR


Northeimer HC – HG Rosdorf-Grone 20:25 (13:13). Im prestigeträchtigen Südniedersachsen-Derby konnte sich die HGRG sogar den Luxus leisten, alle drei ihr zugesprochenen Siebenmeter nicht zu verwandeln. In der ersten Halbzeit lag die Mannschaft von Trainer Lennart Pietsch zeitweise sogar mit vier Toren im Rückstand (6:10/18.), alles sprach für die favorisierten Gastgeberinnen. Doch Rosdorf-Grone gab nicht auf, kämpfte sich heran und hatte zur Pause ausgeglichen. Die danach herausgespielte Führung wurde bis zum Ende der Partie nicht mehr abgegeben, auch dank der bärenstarken Silvana Eisenhauer, die mit neun Treffern die beste Werferin war. Louisa Schlote war zwischen den Pfosten ein sicherer Rückhalt. – Tore: HG: Hummerich (1), Jaeger (1), Moschner (2), Hille (7), Eisenhauer (9), Kehler (1), Seifert (1), Gutenberg (3).kal